Produkt des Monats August 2021: Chilisaucen aus Südafrika

Die Fairhandels-Organisation Turqle Trading wurde 1997 mit dem Ziel gegründet, nachhaltige Arbeitsplätze in der Produktion in Südafrika zu schaffen. So werden z.B. die feurig-scharfen Chili-Saucen in Kapstadt und Umgebung in kleinen Betrieben komplett hergestellt und abgefüllt. Die langfristige Vision von Turqle Trading war schon damals klar: Auch Wertschöpfung, Produktentwicklung und Vernetzung der Produzent*innen sollen gezielt im eigenen Land gestärkt werden.

Turqle Trading hat es geschafft, ein entwicklungsfähigesHandelsunternehmen aufzubauen, das nach den Prinzipien des Fairen Handelsarbeitet. Heute kooperiert Turqle Trading mit mehr als zehn unabhängigen Produzent*innengruppen.Von den 500 festangestellten Mitarbeiter*innen dieser Gruppen sind fast 70 %Frauen. Die Tätigkeiten reichen von Anbau über Verarbeitung bis hin zueinfachen Arbeiten für Ungelernte.

Doch feste Arbeitsplätze allein reichen Turqle Trading nichtaus. Ein Ziel im Fairen Handel ist die Förderung individuellerEntwicklungschancen. Deswegen zahlt die Organisation 5% des Umsatzes in einenFairhandels-Fonds. Dieser „Fair Trade Trust of South Africa“ ist ein 2003 vonTurqle Trading gegründeter Fonds, der Gelder für soziale Investitionen und zurFinanzierung von Bildungsprojekten bereitstellt. So auch für die Ausbildung derProduzen*tinnen von Turqle Trading. Mit diesen gezielten Aus- undWeiterbildungsprogrammen können die Angestellten ihre Potentiale entfalten undFähigkeiten erweitern.

Fairer Handel wirkt!

Eine der Stärken des Fairen Handels ist die intensiveBeziehungspflege zwischen allen Akteuren. In der Zusammenarbeit mit denProduzenten*innengruppen setzt auch Turqle Trading auf langfristigeKooperationen und hält sich an Grundsätze wie regelmäßige Bestellungen,pünktliche Bezahlung sowie eine direkte und offene Kommunikation. Auf Nachfragewird eine bis zu 50 % zinsfreie Vorfinanzierung gewährt. Produzent*innen undLieferant*innen haben somit die Garantie, auf konstante und sichere Einnahmequellen.

Autor*in:
Ulrike Rogowski
Datum:
9.8.2021

Das könnte sie auch interessieren:

Fairer Hedonismus: Pizzabrot - mal anders!

Im neuen Jahr mal was Neues ausprobieren: Pizza als fluffiges Kastenbrot mit passierten Bio-Tomaten aus Apulien/Italien und Olivenöl Extra Vergine aus Chile sowie Gewürzen aus kontrolliert ökologischem Anbau.

Warum bleiben? Warum gehen? Perspektive Fairer Handel am Beispiel Alpaka aus Bolivien und Peru

„Mit handtrade verknüpfe ich Ästhetik mit Ethik, denn was gibt es Schöneres auf der Welt als friedlich, fair und respektvoll miteinander umzugehen – was ist anziehender als Natürlichkeit. Diese Vision prägt meine Zusammenarbeit mit meinen Partnern im Süden und meinen Kunden im Norden.“ (Gabriele Ludwig, Gründerin & Geschäftsführerin handtrade)

Ein Gespräch mit Medhi Jafari Gorzini, Mitbegründer des AStA-Ausländerreferats und des Flüchtlingsrats RLP

Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 sind politische Zielsetzungen, welche auf soziale, wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige Entwicklung ausgelegt sind. Das Thema Migration und Flucht wird in der Agenda 2030 auf unterschiedlichste Weise aufgegriffen und als ein wesentlicher Aspekt von Entwicklung verstanden.